2002 / Die pfiffige Urschl von Franz Schaurer

Im Gasthaus zum „Roten Ochsen“ ist zu Beginn der Hauptsaison nichts wie immer, denn die Versuche von Walburga Geier, der Wirtin vom „Roten Ochsen“, eine Kellnerin zu bekommen schlagen fehl und es ist einfach keine Bedienung aufzutreiben. Auch die Versuche des Dorfbaders, das Herz der Wirtin zu erobern, sind nicht von Erfolg gekrönt. Da dies nicht sein einziges Ansinnen ist, lässt er in einem unbeobachteten Moment einen Schuldschein aus dem Geschäftsbuch der Wirtin verschwinden.

Nach eingehender Beratung unterbreitet der Hausl des Gasthofs, Karl Hinterhuber, den Vorschlag, es einmal mit einem Blickfang für die Damen zu versuchen und anstatt eines weiblichen einen männlichen Kellner einzustellen. Dies fällt auf wenig Gegenliebe bei der Wirtin.   Als Walburga zum Bahnhof geht, um ihre Nichte Marile abzuholen, verschlägt es Ursula, genannt Urschl,  in den Roten Ochsen, da sie das Leben als Sennerin auf der Alm satt ist und sich um einen Hochzeiter umschauen will. Weil man als Kellnerin viele Männer trifft, will sie es auf diesem Weg versuchen.

Kurze Zeit später trifft Marile ein, die entgegen der Meinung ihrer Tante schon eher im Ort angereist ist. Auch Karl , der seiner geliebten Marile nachgereist ist, um eine verfängliche und missverständliche Situation mit einer alten Schulfreundin aufzuklären, ist in den „Roten Ochsen“ gekommen. Als sich die beiden begegnen, ist seine Begrüßung wenig vielversprechend und sehr zurückweisend.

Zu allem Verdruss kommt es auch noch zu einem Unfall. Walburga läuft dem Dorfbader vors Auto und muss mit einem gebrochenen Bein ins Krankenhaus. Nun steht Karl Hinterhofer, vom Hausl zum Geschäftsführer befördert, ohne Wirtin und ohne Bedienung da. Nach anfänglicher Ablehnung und Skepsis, dass Urschl den Anforderungen und Aufgaben einer Bedienung gewachsen ist, lässt er sich überreden und auch seine Idee vom männlichen Blickfang lässt sich jetzt verwirklichen. Er verpflichtet Karl, der so seine Chance sieht, seine Marile zurückzuerobern.

Der Start in die Saison ist somit gerettet und schon nach kurzer Zeit stellt sich der Erfolg ein. Der männliche Blickfang entwickelt sich zum vollen Erfolg und vor allem der Sommerfrischlerin Laura  hat es Karl angetan, was wiederum Marile nicht gefällt.

Trotz alledem könnte bis zur Genesung von Walburga alles gut verlaufen, wenn dies nicht den Plänen des Baders in die Quere kommt. Er macht der Wirtin vor, alles wäre furchtbar, unmoralisch und der Ersatzwirt würde schlecht handeln und in die eigene Tasche wirtschaften. Er will auch Urschl in seine Intrigen miteinbinden und macht ihr schöne Augen. Ursula ist jedoch schlau genug, um dies zu durchschauen und kredenzt ihm einen mit Schlaftabletten vermischen Wein. Nachdem die Wirkung langsam einsetzt, sperrt sie ihn in ihre Kammer.

Da die Beteuerungen des Baders ihr keine Ruhe lassen und um sich ein eigenes Bild zu machen, verlässt die Wirtin das Krankenhaus, um nachzusehen. Sie platzt in die hektischen Vorbereitungen des Sommerfestes. Auch die Dienste des Blickfanges namens Karl passen Ihr nicht. Als es auf dem Sommerfest auch noch eine wüste Rauferei gibt, setzt sie den Geschäftsführer kurzerhand wieder ab. Nun ist er wieder Hausl.

Um den entstandenen Schaden ein wenig abzufedern, fällt Walburga ein, dass sie dem Bergmoser, einem Landwirt in Geldnöten, einen stattlichen Betrag geliehen hat. Hierfür hat sie auch einen Schuldschein. So wird dem Bergmoser Bescheid gegeben, dass er kommen möge um seine Schulden zu begleichen. Dieser gibt jedoch vor, von einer Schuld nichts zu wissen. Er möchte den Schuldschein sehen. Voller Schreck muss Walburga eingestehen, dass der besagte Schuldschein nicht auffindbar ist.

Um die vorgefunden Zustände wieder in alte Bahnen zu lenken, werden Urschl und der Blickfang Karl von ihren Tätigkeiten entbunden. Als die Wirtin die Kammer von Urschl räumen will, findet sie dort den Bader vor und fordert Aufklärung wie er denn dort hingekommen sei.

Während alle den verschwundenen Schein suchen, trifft der Bergmoser auf den Bader und möchte von ihm den gestohlenen Schuldschein haben, um sicher zu sein, dass er seine Schulden nicht begleichen muss. Aber auch der Bader hat den Schein nicht mehr, da ihm während seines verordneten Schlafes die Brieftasche aus der Jacke gefallen ist.

Nach und nach geben die übrigen die Suche auf. Als Urschl ihre Abrechnung auf einem Zettel, der aus der Brieftasche des Baders gefallen ist, notiert und an Marile übergibt, fällt auf, dass dieser Zettel nichts anderes als der Schuldschein ist.

Als nun Walburga den Bergmoser und den Bader beim Suchen und Streiten überrascht, wird ihr klar, was hier gespielt wird. Nachdem auch noch der wieder aufgetauchte Schein präsentiert wird, klären sich die Fronten.

Auch die aufgelaufenen Missverständnisse können ausgeräumt werden und Marile verzeiht ihrem Karl.